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Kaufkraftkarte2020-04-30T17:04:27+02:00

Mehr Kaufkraft, mehr Nachfrage, mehr Konsum.

„Vor Corona“: Kaufkraft der Deutschen steigt um 50 Euro auf 24.249  Euro pro Einwohner

2020 ist das Jahr der Veränderungen. Noch vor der Coronakrise waren die Deutschen auf einem guten Weg, sich über ein wenig mehr Geld im Portemonnaie freuen zu können. Im Durchschnitt verfügt jeder Deutsche damit über eine Kaufkraft von 24.249 Euro. Im Vorjahr waren es noch 24.199 Euro, also 50 Euro weniger. Damit hat sich der Kaufkraftanstieg, der im Vorjahr noch 675 Euro betragen hat, allerdings deutlich abgeschwächt. Das Plus beträgt nur noch 0,2 Prozent. Wie sich die Kaufkraft aufgrund der außerordentlichen Krise jetzt entwickeln wird, ist unklar. Nur eins ist klar: Es wird eine große Herausforderung für Unternehmen und Konsumenten.

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Die Kaufkraftkarte unterstützt Sie bei:

  • Kampagnensteuerung
    Effizienter Standorte, Werbemaßnahmen und Vertrieb planen.

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    Identifizierung und Lokalisierung Ihrer Zielgruppen für eine präzise Ausrichtung von Werbung, Produkten, Preisen und Vertrieb.

  • Neukundengewinnung
    Gezielte Neukundenansprache durch das Wissen um kaufkräftige Kunden.

Die Karte zur Kaufkraft in Deutschland gibt es bei uns zum Download. Kundenmanagement effizienter steuern und Standorte, Werbung und Vertrieb effektiv planen. Als wichtiger Indikator kann das Wissen über die prognostizierte Kaufkraft 2020 für ganz Deutschland direkt in die Planung von Marketing- und Vertriebsaktivitäten einfließen und für mikrogeographische (feinräumigere) Gebietsebenen zur Verfügung gestellt werden.

Interaktive Kaufkraftkarte 2020

Einmal jährlich ermitteln wir die prognostizierte Kaufkraft 2020 für ganz Deutschland.

In den aktuellen Nexiga-Zahlen noch nicht erfasst ist der Corona-Effekt. Zu erwarten ist aber, dass sich die Pandemie dämpfend auf die Wirtschaftsleistung und damit zeitverzögert auch auf die Verbraucher-Einkommen auswirken wird.

Wie in jedem Jahr ermittelt Nexiga, Full-Service-Anbieter und Kompetenzführer für Location Intelligence und Geomarketing, die Kaufkraft deutscher Verbraucher.

Die Berechnungen erfolgen auf Basis von Daten des DIW (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung), des Statistischen Bundesamts und der Bundesanstalt für Arbeit. Die aktuelle Auswertung, die die Kaufkraft 2020 für ganz Deutschland auf Gemeinde-Ebene darstellt, zeigt die regionale Kaufkraft-Verteilung.

Kaufkraft Verteilung

Vor allem in und um die Großstädte ist die Kaufkraft besonders hoch. Halbmondförmig ziehen sich die Gemeinden mit der höchsten Kaufkraft durch den Westen Deutschlands, von Hamburg über Hannover und die Rheinschiene mit Düsseldorf, das Rhein-Main Gebiet um Frankfurt, die Region Stuttgart und den Raum München. Zu den kaufkraftstärksten Gemeinden gehören wieder Vergleichsindex Grünwald bei München (256,9), Wohltorf bei Hamburg (212,6) und Königstein im Taunus (199,4). Dort verfügen die Einwohner über mindestens doppelt so viel Kaufkraft wie im Bundesdurchschnitt.

Zu den „ärmsten“ Gemeinden zählen Zittau in Sachsen (82,8), Wolgast in Mecklenburg Vorpommern (83,5) oder Prenzlau in Brandenburg (83,7)  –Gemeinden, die in den neuen Bundesländern liegen. Aber auch Gemeinden im Westen Deutschlands reihen sich in diese kaufkraftschwache Gruppe ein. Es handelt sich um Städte wie zum Beispiel Gießen in Hessen (82,9) oder Germersheim in Rheinland-Pfalz (83,5). Auch Trier (85,1) oder Bremerhaven (86,4) gehören zu den Städten mit niedriger Kaufkraft.

Der Osten holt weiter auf

Ein Unterschied zwischen dem kaufkraftstärkeren Westen und dem Osten ist zwar weiterhin festzustellen, aber im Vergleich zum Vorjahr konnten die Gemeinden im Osten Deutschlands abermals aufholen – wenn auch nur wenig. Mittlerweile liegt der Kaufkraftindex im Osten ohne Berlin bei 90,4.

Das heißt, die Einwohner in den neuen Bundesländern erreichen mit einer Kaufkraft von 21.923 Euro inzwischen gut 90 % des Westniveaus von 24.249 Euro.

Für Unternehmen können die Informationen aus der Kaufkraftkarte von Nexiga wertvoll sein, weil sich anhand dieser Karte die solventesten Regionen Deutschlands ermitteln lassen. Diese Informationen können direkt in die Planung von Marketing- und Vertriebsaktivitäten einfließen. Auch unternehmerische Entscheidungen – etwa die Planung neuer Standorte oder Vertriebswege – können mithilfe der Kaufkraft-Karte untermauert werden.

Unter dem hier verwendeten Begriff Kaufkraft wird der Anteil des „verfügbaren Einkommens“ der Wohnbevölkerung verstanden. Basis ist die Erfassung des Nettoeinkommens der privaten Haushalte (ohne weitere Abzüge). Neben dem Erwerbseinkommen zählen dazu auch Renten, Arbeitslosengeld, Transferleistungen (Hartz4), Kindergeld und Kapitaleinkünfte. Die Kaufkraft wird am Wohnort erfasst und sagt somit nicht aus, wo das verfügbare Geld ausgegeben wird.

Quellen: Eigene Berechnungen von Nexiga auf Basis von Daten des DIW (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung), des Statistischen Bundesamts und der Bundesanstalt für Arbeit.

Ludger Hertig
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