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Kaufkraft – Indiz für Nachfrage und Konsum.

Kaufkraft der Deutschen sinkt auf 23.861 Euro pro Einwohner

2020 war das Jahr der Veränderungen. Noch vor der Coronakrise waren die Deutschen auf einem guten Weg, sich über ein wenig mehr Geld im Portemonnaie freuen zu können. Für das Jahr 2020 hatte Nexiga eine Kaufkraft von 24.249 Euro pro Einwohner prognostiziert. Die Berechnung erfolgte noch ohne Berücksichtigung des Corona-Effekts.

Der Kaufkraftanstieg der letzten Jahre ist durch die Corona-Pandemie gestoppt (schauen Sie dazu auch ins Corona+ Dashboard). Das Minus beträgt 1,6% Prozent. Wie sich die Kaufkraft aufgrund der außerordentlichen Krise noch entwickeln wird, ist weiter unklar. Die Herausforderung für Unternehmen und Konsumenten bleibt auch in 2021 bestehen.

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Die Kaufkraft-Karte unterstützt Sie bei:

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Karte zur Kaufkraft in Deutschland – das beliebte Marketinginstrument! Kundenmanagement effizienter steuern und Standorte, Werbung und Vertrieb effektiv planen. Als wichtiger Indikator kann das Wissen über die prognostizierte Kaufkraft 2021 für ganz Deutschland direkt in die Planung von Marketing- und Vertriebsaktivitäten einfließen und für mikrogeographische (feinräumigere) Gebietsebenen genutzt werden.

Kaufkraft-Karte 2021

Kaufkraft-Karte 2021
Kaufkraft-Karte online

Einmal jährlich ermitteln wir die prognostizierte Kaufkraft für ganz Deutschland.

Wie in jedem Jahr ermittelt Nexiga, als einer der führenden Anbieter für Location Intelligence und Geomarketing, die Kaufkraft deutscher Verbraucher.

Die Berechnungen erfolgten auf Basis von Daten des DIW (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung) und des ifo Institutes sowie des Statistischen Bundesamts und der Bundesanstalt für Arbeit. Im Vergleich zur Vor-Corona-Prognose geht die Kaufkraft aufgrund der gedämpften Wirtschaftsleistung um 388 Euro pro Kopf bzw. 1,6% zurück und beträgt nun 23.861 Euro pro Einwohner. In den alten Bundesländern beträgt der Rückgang 404 Euro auf 24.259 Euro (-1,8%), in den neuen Ländern nur 303 Euro auf jetzt 21.620 Euro pro Kopf (-1,2%).

Kaufkraft Verteilung

Die aktuelle Auswertung, die die Kaufkraft 2021 für ganz Deutschland auf Gemeinde-Ebene darstellt, zeigt die regionale Kaufkraft-Verteilung.

Vor allem in und um die Großstädte ist die Kaufkraft besonders hoch. Halbmondförmig ziehen sich die Gemeinden mit der höchsten Kaufkraft durch den Westen Deutschlands, von Hamburg über Hannover und die Rheinschiene mit Düsseldorf, das Rhein-Main Gebiet um Frankfurt, die Region Stuttgart und den Raum München. Zu den kaufkraftstärksten Gemeinden gehören wieder Grünwald bei München (Vergleichindex 256,1), Wohltorf bei Hamburg (211,9) und Königstein im Taunus (197,9). Dort verfügen die Einwohner über mindestens doppelt so viel Kaufkraft wie im Bundesdurchschnitt.

Zu den „ärmsten“ Gemeinden zählen Zittau in Sachsen (83,2), Wolgast in Mecklenburg Vorpommern (83,0) oder Prenzlau in Brandenburg (84,2)  –Gemeinden, die in den neuen Bundesländern liegen. Aber auch Gemeinden im Westen Deutschlands reihen sich in diese kaufkraftschwache Gruppe ein. Es handelt sich um Städte wie zum Beispiel Gießen in Hessen (83,0) oder Germersheim in Rheinland-Pfalz (83,5). Auch Trier (85,0) oder Bremerhaven (86,7) gehören zu den Städten mit niedriger Kaufkraft.

Der Osten holt weiter auf

Ein Unterschied zwischen dem kaufkraftstärkeren Westen und dem Osten ist zwar weiterhin festzustellen, aber im Vergleich zum Vorjahr konnten die Gemeinden im Osten Deutschlands abermals aufholen – selbst zu Corona-Zeiten. Mittlerweile liegt der Kaufkraftindex im Osten ohne Berlin bei 90,6. Das sind zwei Zehntel-Punkte mehr als im Vorjahr.

Das heißt, die Einwohner in den neuen Bundesländern erreichen mit einer Kaufkraft von 21.620 Euro heute gut 90 % des Westniveaus von 24.259 Euro.

Für Unternehmen können die Informationen aus der Kaufkraft-Karte von Nexiga wertvoll sein, weil sich anhand dieser Karte die solventesten Regionen Deutschlands ermitteln lassen. Diese Informationen können direkt in die Planung von Marketing- und Vertriebsaktivitäten einfließen. Auch unternehmerische Entscheidungen – etwa die Planung neuer Standorte oder Vertriebswege – können mithilfe der Kaufkraft-Karte untermauert werden.

Unter dem hier verwendeten Begriff Kaufkraft wird der Anteil des „verfügbaren Einkommens“ der Wohnbevölkerung verstanden. Basis ist die Erfassung des Nettoeinkommens der privaten Haushalte. Neben dem Erwerbseinkommen zählen dazu auch Renten, Arbeitslosengeld, Transferleistungen (Hartz4), Kindergeld und Kapitaleinkünfte. Die Kaufkraft wird am Wohnort erfasst und sagt somit nicht aus, wo das verfügbare Geld ausgegeben wird.

Quellen: Eigene Berechnungen von Nexiga auf Basis von Daten des DIW (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung), des ifo Institutes, Statistischen Bundesamts und der Bundesanstalt für Arbeit.

Ludger Hertig
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