Nexiga Blog

Shopping Malls und die Online-Welt

Shopping Malls

Weihnachtszeit ist Shoppingzeit. In den USA gilt dies vor allem für die Shopping Malls, die schon immer als Ersatzorte für die Innenstädte konzipiert waren.  Doch die Einkaufsgewohnheiten und Konsumpräferenzen ändern sich rasant. Viele Center mussten bereits dichtmachen. Dennoch sollen Amazon & Co dem stationären Handel nicht den Garaus machen.

Shopping Malls als Treffpunkt

Im letzten Blog ging es bereits um Shopping Center in der Schweiz und in Deutschland. Das Konzept der Einkaufstempel basiert auf einer uramerikanischen Story1956 eröffnete bei Minneapolis die weltweit erste Shopping Mall mit dem Konzept, viele unterschiedliche Geschäfte oder auch Freizeiteinrichtungen wie Kinos unter einem Dach zu bündeln. Und dies nicht in den innerstädtischen Downtowns, sondern nahe der Highways und Ausfallstraßen in den oft immer gleichen Vororten. Nur wenige Kilometer östlich findet man die Mall of America, die heute noch als größtes Einkaufszentrum der Welt gilt. Die mehr als 500 Shops ziehen jährlich etwa 42 Mio. Besucher an.

Gerade in den Tagen nach Thanksgiving, beginnend mit dem Schwarzen Freitag als Brückentag zum Wochenende, herrscht Hochsaison in den Shopping Malls. Die Einkaufszeit wird in den USA auch als Holiday Season bezeichnet, da sich viele wenigstens ein paar Tage frei nehmen, vornehmlich um sich um die Weihnachtsgeschenke zu kümmern.

Vielerorts sieht die Lage jedoch wesentlich desolater aus. Viele Shopping Center wurden wieder geschlossen. Eine ausführliche Dokumentation zu diesen nun trostlosen Orten, an denen man tolle Kulissen für Zombie-Serien findet, zeigt die Webseite DeadMalls.com bzw. deren Youtube-KanalDie Impressionen in den ausgestorbenen Gebäuden sind bedrückend. Manche wirken immer noch, als ob sie gleich wieder eröffnen würden.

Doch die Tendenz ist eindeutig: Seit etwa Anfang 2014 übertrifft im Einzelhandel die Anzahl an Schließungen die der Neueröffnungen, wie der schweizerische Tagesanzeiger berichtet.

Online meets Offline: Letzte Hoffnung?

Hoffnung besteht in der möglichen Verzahnung der boomenden Online-Welt mit dem stationären Einzelhandel. So besteht seit Mitte Oktober eine Kooperation zwischen Amazon und dem Einzelhändler Kohl’s: In 10 Filialen in Chicago und Los Angeles kann man bereits bei Amazon.com gekaufte Waren als Retouren zurückgeben. Zudem wurden kleine Shop-in-Shop Geschäfte eröffnet, in denen die Kunden Amazon-Produkte wie Echo und Kindle ausprobieren und auch kaufen können. Dies könnte womöglich eine klassische Win-Win-Situation werden.

Die eigentliche Gefahr für den klassischen Einzelhandel soll laut Laura Alber, CEO der Haushaltswaren-Kette Williams-Sonoma, jedoch in schlechtem Service liegen, wie der Technologieblog Recode.net zitiert:

I do not believe that Amazon is killing retailers. I believe retailers’ bad service is killing retailers. And I think because of that you might not go to the malls as much as you used to.

Man wird sehen. Jedenfalls wünscht Nexiga Ihnen eine frohe Vorweihnachtszeit und – soweit möglich – viel Spaß beim Shoppen.

PS: Mal schnell nach Malls suchen

Apropos Online. Wer ein Geo-Informationssystem wie ArcGIS Desktop (ArcMap und ArcGIS Pro) von unserem Technologiepartner Esri zur Verfügung hat, kann über die Plattform ArcGIS Online schnell und bequem nach Geodaten zum Thema „Malls“ suchen.
In ArcMap kann man über das Menü Daten > ArcGIS Online im Dialog den Suchbegriff „Malls“ eingeben und erhält eine Trefferliste an unterschiedlichen Datenquellen, die man einem Kartenprojekt hinzufügen kann. Ja haben wir denn schon Weihnachten?

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