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Welche Zukunft hat das Parkhaus?

Parkhaus Business POIs

Die nicht allzu ferne Zukunft scheint vielen Menschen schon klar zu sein: Autonom fahrende Roboterautos zischen fast lautlos durch unsere Städte, die per Klick in einer Smartphone-App von den Menschen angefordert werden. Ist man am Ziel angelangt, drehen die Robotertaxis wieder leise ihre Runden, zum nächsten – nun ja – User. Welche Zukunft hat da zum Beispiel noch das Parkhaus?

Parkhaus adieu?

Es könnte den Parkhäusern so gehen wie einst den Videotheken: Durch technische Disruption werden Einrichtungen und Dienstleistungen überflüssig. Schon heute stehen die meisten Autos die meiste Zeit ungenutzt herum. Wenn man Autos nur noch bei Bedarf bestellt, müssen diese auch nicht mehr im öffentlichen Raum geparkt werden. Und so möchten sich die klassischen Automobilhersteller immer mehr zu innovativen Mobilitätsdienstleistern wandeln. Zur Daimler-Tochter moovel gehören Marken wie Car2GomyTaxiund eine Beteiligung an Flixbus. Ford hat bereits ein Bike-Sharing-Projekt gestartet.

Das Unternehmen Apcoa Parking betreibt – wie der Name schon verrät – Parkhäuser und Parkplätze und ist der größte Parkraumbewirtschafter in Europa – ein Hidden Champion. Die Firma wurde 1947 als Airport Parking Corporation Of America gegründet. Passenderweise liegt der heutige europäische Sitz am Flughafen Stuttgart. Die Firma gehörte sogar einmal dem Schuhhändler Salamander AG und auch dem französischen Private Equity-Unternehmen Eurazeo, das heute noch Großaktionär beim Autovermieter Europcar ist.

Doch es ist nicht so, als gingen die Parkhausbetreiber nicht mit der Zeit. So bietet Apcoa schon Ladesäulen für Elektroautos an vielen Standorten an, auch in kleineren Städten wie Bad Neuenahr-Ahrweiler oder Wetzlar. Zudem setzt der Volkswagen-Konzern als erster Automobilhersteller auf die Zusammenarbeit mit Apcoa, um Lösungen rund um die Zukunft des Parkens weiter zu entwickeln, wie in einer Pressemitteilung zu lesen ist.

Im Sommer 2017 feierten Daimler und Bosch bereits das fahrerlose Parken – ganz real im Parkhaus des Daimler Benz Museums. Per Smartphone-App fährt der Wagen autonom zu seinem Stellplatz, und von dort auch wieder zur Pick-up Area zurück. Anfang 2018 können die Gäste dies live erleben, manche vielleicht nicht so entspannt.

Eventuell ergeht es den Parkhäusern wie heute schon den Kaufhäusern: Teile der Immobilien werden für andere Zwecke genutzt. So hat die Kaufhof-Mutter HBC in Frankfurt/Main einen Teil der Fläche an das Start-up Wework, eine Art AirBnB für Büros und Coworking Space – vermietet, wie die FAZ berichtet. Mit dieser Symbiose erhofft man sich zum einen finanzielle Entlastung, aber auch einen neuen Frequenzbringer.

Status Quo: Parkhäuser und Verkehrsfrequenzen

Jedenfalls gibt es heute überall Parkhäuser und Parkplätze, der Individualverkehr scheint noch anzusteigen. Diese Points of Interest (POI) sind auch in unserer digitalen Karte Geostreet+ enthalten. Diese lassen sich mit dem Marktanalyst Desktop gezielt selektieren und für Analysen exportieren.
Unsere Beispielkarte für Stuttgart zeigt die Parkhäuser und Parkplätze. Diese finden sich größtenteils im Zentrum, aber auch in den Vororten. Teilweise sind dies Park & Ride-Flächen, deren Konzept bereits 1972 im Rahmen der Olympischen Spiele in München eingeführt wurde.

Klicken Sie hier zum Öffnen der Karte (PDF)

Insgesamt sind dies 351 POI für Stuttgart. Im Hintergrund ist zusätzlich die Verkehrsfrequenz pro Tag (in diesem Beispiel die Anzahl Fahrzeuge in beide Fahrtrichtungen) dargestellt. Auf Basis von TomTom-Probe Counts – dies sind Aufzeichnungen von Navigationsgeräten der User – hat Nexiga eine Hochrechnung auf das gesamte Verkehrsaufkommen für alle verfügbaren Straßensegmente durchgeführt (LOCAL® Traffic).
Mehr Informationen zu Geostreet+ und LOCAL® Traffic geben wir gerne. Schicken Sie uns einfach per E-Mail (info@nexiga.com) eine unverbindliche Anfrage.

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