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Süßes oder Saures – in San Antonio

Trick or treat? Diese Frage wurde vergangene Woche sicherlich millionenfach an US-amerikanischen Haustüren gefragt. Es war wieder mal Halloween, und auch in Deutschland ist daraus ein Event geworden. Im Deutschen würde man es mit „Süßes oder Saures“ übersetzen. Passend dazu hat unser Technologiepartner Esri eine Potenzialanalyse vorgestellt: Konsum von Süßigkeiten und Kostümen in San Antonio, Texas. Ein schönes Beispiel aus der Welt des Geomarketing.

Halloween -Süßigkeiten

Viele Süßigkeiten

Es waren ursprünglich irische Einwanderer, die Halloween vor allem in den USA populär gemacht hatten. In der Nacht auf den 1. November hat man mancherorts den Eindruck, dass eine Form von Karneval bereits begonnen hat. Mit diesem Brauch steigt auch der Absatz von Süßwaren, Kostümen, Dekorationsartikeln und Kürbissen. Doch nicht gleichermaßen: In einem interessanten Artikel werden die Ergebnisse einer Esri-Analyse zum Absatz von Süßwaren und Kostümen in der texanischen Metropole San Antonio beschrieben, immerhin die siebtgrößte Stadt der USA.

Für einige Haushalte der Stadt wurden Ausgaben von mehr als 250 US-Dollar für den Erwerb von Bonbons, Schokoriegel oder Kaugummis ermittelt. Zudem sollen die Konsumausgaben für Kostüme in einigen Nachbarschaften über 150% über dem nationalen Durchschnitt liegen. Wie die im Artikel integrierte interaktive Karte (San Antonio Halloween Spending Map) zeigt, sind die Ausgaben vor allem in den wohlhabenderen Stadtbezirken im Nordwesten und Nordosten am höchsten. Durch Mausklick auf einen der Stadtteile in der interaktiven Karte erhält man weitere Informationen: Anzahl Einwohner (Total population) sowie das mittlere Haushaltseinkommen (Median Household Income), eine wichtige Kennziffer für Potenzialanalysen.

Die Daten beziehen sind laut Esri auf das Jahr 2019 und sind nicht spezifisch für Halloween. Dennoch geben sie eine gute Indikation, in welchen Gebieten die Zahlungsbereitschaft hoch oder gering ist.

Warum Geomarketing?

Das Beispiel für San Antonio zeigt, das es im Geomarketing – bei Esri auch Location Analytics genannt – vor allem um die Beschreibung einer Welt geht, die immer vielschichtiger wird. Viele Menschen können es sich leisten, ihren eigenen speziellen Interessen und Vorlieben zu folgen. Sie wohnen wo sie möchten, fahren wohin es sie treibt, konsumieren was ihnen zusagt. Je nach Aspekt ergeben sie vielfältige räumliche Strukturen und Muster, die sich mit Hilfe von Geomarketing analysieren lassen. Und es müssen nicht immer nur „bunte Karten“ sein. Mehr zum Thema gibt es von uns in einem weiteren Blog.

Nächste Woche, am 11.11., ist wieder Singles Day – ein weiterer Tag, an dem in immer mehr Ländern der Kaufrausch ausbrechen wird. Dazu mehr im nächsten Blog.

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2020-02-06T12:15:19+01:0007/11/2019|Geomarketing, Marktdaten, Raumstrukturen, Zielgruppen|