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Cloud Gaming – Dunkle Wolken über GameStop?

Gaming über die Cloud

Die Gamescom ging am vergangenen Wochenende mit einem Besucherrekord zu Ende. In den Kölner Messehallen mussten die Gamer aber viel Geduld üben – bei bestem Sommerwetter vor den Toren. Ein großer Trend kündigt sich an: das Cloud-Gaming. Die Spiele werden einfach über das Internet gestreamt. Allzu hoch sollen die Anforderungen dabei nicht sein, jedoch können hohe Downloadgeschwindigkeiten gewiss nicht schaden. Kein günstiger Trend für den stationären Handel wie GameStop.

Cloud-Gaming als nächstes große Ding

Mit der Cloud Gaming-Technologie werden die Spiele nicht mehr auf den Konsolen in den Wohnzimmern oder auf mobilen Endgeräten der Spieler berechnet, sondern auf den Servern der Anbieter, also irgendwo in der berühmten Datenwolke (Cloud). Dabei werden – ähnlich wie bei einem Video – Bild und Ton über das Internet als Stream übertragen. Die Hardware auf Seiten der Anwender muss daher entsprechend weniger leisten. Natürlich hilft ein guter und möglichst großer Bildschirm, aber vor allem ist eine stabile und schnelle Internetanbindung erforderlich.

Gespannt ist man auf den Start des Cloud Gaming-Service von Google namens Stadia, der natürlich auf den hauseigenen Chrome-Browser setzt und technisch die Streaming-Funktionen von YouTube einsetzt. Auch Microsoft und Sony planen eigene Dienste. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, wächst der Gaming-Markt rasant. In Deutschland wurde zuletzt ein Umsatz von rund 2,8 Milliarden Euro im ersten Halbjahr verzeichnet, mit 34 Millionen Spielerinnen und Spieler.

Man wird sehen, welche Bedeutung klassische Spielkonsolen in der nicht allzu fernen Zukunft noch haben. Irgendwie drängt sich hier ein Vergleich mit den guten alten Videorekordern und Videotheken auf. Und in dieser Kategorie spielt auch die Handelskette GameStop.

Gegenwind für GameStop

Für die Einzelhandelskette GameStop, nach eigenen Angaben weltweit größter Händler für Computerspiele, dürfte der Trend zum Cloud-Gaming keine Freudensprünge auslösen. Bereits Mitte der 1980er Jahre setzte man auf den Verkauf von Spielen für die damaligen Atari-Geräte. Zwischenzeitlich gehörte man zur Buchhandelskette Barnes & Noble, seit 2002 ist man eigenständig und an der Börse notiert. Immerhin mehr als 200 Filialen sind in Deutschland zu finden. Auch andere Handelsketten wie Müller Drogeriemarkt vertreiben neben den großen Elektronikmärkten ebenfalls noch Spiele für Konsolen und PC.

Die Spielehersteller treten zudem selbst durch eigene Plattformen (u.a. Xbox live, Nintendo Switch Online) in Konkurrenz und verkaufen ihre Produkte direkt an die Kundschaft. GameStop ist aber auch Reseller für die Digitalpakete der Hersteller auf (in den Läden und über die Website).

Jedenfalls hat die zunehmende Verfügbarkeit von schnellem Internet für dieses Marktsegment erhebliche Auswirkungen. Unsere Potenzialkarte zeigt für den dicht besiedelten Südwesten von Deutschland den Anteil an Gebäuden mit einer Download-Geschwindigkeit von mindestens 50 MBit pro Sekunde auf Ebene der feinräumigen Wohnquartiere (Nachbarschaftsgebiete). Die GameStop-Filialen sind zusätzlich dargestellt.

Klicken Sie hier zum Öffnen der Karte (PDF)

Hierbei handelt es sich um die Internetanbindung per Telefonleitung, für die Kabelversorgung ergibt sich lokal ein anderes Bild. Ebenso können wir die Upload-Geschwindigkeiten auf Gebäude-Ebene bereitstellen.

Weitaus mehr Daten aus dem Bereich Telekommunikation finden Sie in unserem Datenkatalog Märkte und Zielgruppen, der im Downloadcenter zur Verfügung steht. Auf Seite 17 (Gebäudeinfrastruktur – Telekommunikation) sowie den Seiten 22 und 23 gibt es eine Übersicht zu Marktdaten, die auf Gebäude-Ebene zur Verfügung stehen. Oder kontaktieren Sie direkt unseren Director Telecommunication Dirk Lohoff.

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