Nexiga Blog

E-Mobility nimmt langsam Fahrt auf

E-Mobility und E-Tankstelle

Heute, am 01. September, eröffnet die neue Tankstelle der Zukunft nördlich von München: Fürholzen-West bietet auch für die frühen Freunde der E-Mobility entsprechende Ladesäulen, aber auch Flüssiggas (LPG) und Wasserstoff können getankt werden. Natürlich auch noch Benzin und Dieselkraftstoff, schließlich muss man ja auch bereits heute Geld verdienen. Wie soll die Zukunft nun aussehen?

E-Mobility ist im Kommen

Man muss schon auf der A9 in Richtung München fahren, um die Tankstelle der Zukunft – so bezeichnet es die Betreibergesellschaft Tank & Rast – in Fürholzen-West direkt anzufahren. Nur wenige Kilometer vor dem Kreuz Neufahrn soll man dann auf eine der modernsten Tank- und Rastanlagen Deutschlands treffen, wie die Süddeutsche Zeitung ausführlich berichtete. Für Fahrer mit E-Antrieb stehen zunächst 4 Ladesäulen zur Verfügung. Aber auch neue Konzepte wie das direkte Tanken von Scheibenklar-Flüssigkeiten sollen erprobt werden. Auf OpenStreetMap ist das Gelände bereits detailliert eingezeichnet, aktueller geht es kaum.
Die Gegenwart findet sich auf der anderen Seite der A9, eine im Vergleich normale Autobahn-Raststätte mit einem angeschlossenen Fast Food-Restaurant. Doch man muss ja auch ein bisschen Glück haben, um eines der aktuell etwa 55.000 E-Autos und Hybride zu entdecken. Am auffälligsten sind da noch die schicken Tesla-Modelle oder der futuristisch wirkende BMW i3. Das meistverkaufte Elektroauto in Deutschland und Europa war 2016 der Renault Zoe. Diese E-Mobile schleichen oft über die Autobahnen – eben um Energie zu sparen.

Tesla und die Supercharger

Das Grundproblem bei der Entwicklung der E-Mobility ist bekannt und entspricht dem Henne-Ei-Problem: Noch zu hohe Anschaffungskosten und relativ geringe Reichweiten treffen auf zu wenige schnelle Ladestationen.
Tesla hat mit dem Supercharger eine eigene Infrastruktur für das schnelle Aufladen entwickelt. Innerhalb von 40 Minuten kann die Batterie soweit aufgeladen werden, damit der nächste Ladepunkt erreicht werden kann. Das ist schon etwas, schließlich gibt es bisher in Deutschland nur etwa 60 Stationen mit einigen Hundert Ladepunkten. Zur Suche nach den nächsten geht es hier.
Allerdings scheinen die Tankstellenbetreiber bisher nicht so ganz glücklich mit den Tesla-Fahrern zu sein, wie die Wirtschaftswoche berichtete. Offenbar bleiben diese lieber im Auto sitzen, anstatt die Zeit mit dem Verzehr von Kaffee und Bockwurst zu verbringen. Veranschaulicht wird dies am Beispiel des Rasthofs in Achern, südlich von Karlsruhe gelegen. Dieser liegt nahe der Autobahn, kann daher von beiden Seiten angefahren werden.
Wo könnten in dieser Region die Ladestellen verdichtet werden? Bisher finden sich Tankstellen oft in Gewerbegebieten im Umfeld von Autohändlern und Kfz-Werkstätten, den Automeilen.
Klicken Sie hier zum Öffnen der Karte (PDF)
Die Karte zeigt, in welchen Wohnquartieren diese Points of Interest gehäuft vorkommen (Nexiga Firmenzähler). Entsprechend wären dort auch Flächen nutzbar, die Netzinfrastruktur womöglich auch.
Aber dies ist natürlich eine eventuell unzulässige Kombination der neuen mit der alten Welt. Das Netz der Ladepunkte wird vermutlich zum einem großen Teil dezentral organisiert werden, vor Bürogebäuden, Hotels, Park & Ride-Parkplätzen, Einkaufszentren. Stichwort: Vehicle to Grid. Das E-Auto wird dabei auch als Energiespeicher konzipiert, das überschüssige Energie auch wieder in die Stromnetze einspeisen kann. Diese müssen aber noch viel smarter werden, um den zukünftigen Bedarf technisch decken zu können.

Innovationstag E-Mobility

Besuchen Sie unseren 6. Innovationstag: „Alle(s) im Netz. Keine E-Mobilität ohne E-Stabilität.“ Alle Infos zur Veranstaltung am 18. Oktober im WCCB Bonn Konferenzhotel finden Sie hier.

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