Nexiga Blog

Ladesäulen bei Stromberg und anderswo

E-Ladesäulen Parkplatz

Zum amtlichen Fahrzeugbestand am 1. Januar 2019 in Deutschland zählte man – je nach Sichtweise immerhin oder erst – exakt 83.175 Elektro-PKW, wie das KBA in seiner Pressemitteilung vom 1. März bekannt gab. Bei insgesamt fast 47,1 Millionen PKW entspricht dies einem Anteil von weniger als 0,2%. Doch hinter den Kulissen geschieht sehr viel beim Aufbau einer adäquaten Ladesäulen-Infrastruktur. Nexiga bietet hierfür aktuelle Informationen zu Ladesäulen sowie umfangreiche Planungsdaten.

Das Puzzle der Ladesäulen-Infrastruktur

Ein Hauch von Frühling lag an diesem sonnigen Tag Ende Februar in der Luft, als drei Consultants von Nexiga auf dem Rückweg nach Bonn zu einem kurzen Halt an einem Rastplatz an der A61 im Hunsrück abzweigten. Die untergehende Sonne färbte den Himmel feuerrot, und in einer ähnlichen Farbe leuchteten auch 8 Tesla-Supercharger auf dem Tankstellen-Gelände in den Abend. Immerhin eine der Power-Ladesäulen war belegt, vermutlich weilte der Besitzer im Fast Food-Restaurant gegenüber.

Passenderweise liegt ganz in der Nähe des Rasthofs das Städtchen Stromberg. Man könnte anhand des Namens fast vermuten, dass dort die E-Mobilität erfunden wurde, was natürlich Unsinn ist. Ebenso unsinnig wäre es, das Bild einer gewöhnlichen Tankstelle für Verbrennungsmotoren, ergänzt um ein paar Ladesäulen, als typisch für die Zukunft anzusehen. Denn schon heute ist die Ladesäulen-Infrastruktur wesentlich dezentraler. So gibt es öffentliche, teil- und nicht-öffentliche Stationen. Für die Öffentlichen gibt es seit gut 3 Jahren die Ladesäulenverordnung, die technische Mindestanforderungen und den Betrieb gesetzlich regelt. Diese gelten jedoch nicht für teilöffentliche Stationen, die sich z.B. auf Parkplätzen von Supermärkten, Hotels, Firmengeländen oder in Parkhäusern befinden. Dies ist alles nicht leicht zu überblicken, wie beispielhaft ein Lagebericht für Erlangen (Stand Februar 2017) anschaulich beschreibt.

Nexiga bietet daher ein bestmöglichstes Abbild der aktuellen Ladesäulen-Infrastruktur. Ausgehend von amtlichen Daten der Bundesnetzagentur (nur Ladepunkte, die den Anforderungen der Ladesäulenverordnung genügen) und des BDEV (Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft) recherchieren wir weitere kommerzielle Datenbanken, gleichen die Daten der Ladesäulen ab und führen diese zu einer einzigartigen Datenbasis zusammen, die zudem regelmäßig aktualisiert wird. Aktuell (Mai 2019) weist unser Ladensäulen-Register exakt 18.330 Standorte auf, mit insgesamt 33.637 Ladepunkten.

Unsere Datenwelt zum Thema E-Mobility

Für die Planung von Ladesäulen greifen die gleichen Prinzipien wie für die Standortplanung für andere Einrichtungen auch. Neben PKW-Zulassungszahlen auf verschiedenen geographischen Ebenen spielen natürlich auf PKW-Frequenzdaten, öffentliche Parkplätze und deren Kapazitäten sowie Topshops – unsere umfassende Filialisten-Datenbank – eine Rolle. Zentrale Frage: Wo halten sich tagsüber viele Menschen auf?

Eine anschauliche Darstellung dieser Marktdaten zeigt unsere Story Map zum Thema Planungsdaten für Ladeinfrastruktur. Diese gibt einen Überblick zur aktuellen Anzahl Ladestationen je Bundesland, für die 39 Großstädte (ab 200.000 Einwohnern) sowie Kennzahlen wie Anzahl E-Fahrzeuge pro Ladepunkt für diese Städte. Zudem zeigen wir am Beispiel Köln weitere Infrastruktur- und Frequenzdaten.

Sie möchten mehr zum Thema Ladesäulen und Planungsdaten erfahren? Dann kontaktieren Sie unseren Energie-Experten Norbert Stankus. Sehr viel mehr zum Thema E-Mobility gibt es am 14. Mai auf unserem 9. Innovationstag zu hören.

Aktuelle Blogartikel

Die E-Scooter sind am Start

Da kommt etwas ins Rollen, da rollt etwas auf uns zu - so oder so ähnlich titelte so mancher Artikel in den letzten Wochen über das neue Phänomen der E-Scooter, die seit dem 15. Juni offiziell in Deutschland zugelassen sind. Einige Anbieter haben bereits losgelegt, auch bei uns ins Bonn gleiten türkisfarbene Scooter am Rheinufer entlang. Ohne Smartphone und App geht gar nichts, wie digital ist der Kunde?

Ein zentraler Markt für Buxtehude

In ganz Deutschland scheint die erfolgreiche Zeit der Kaufhäuser schon lange zu Ende zu sein, die Amazonisierung des Handels schreitet voran. In ganz Deutschland? Nein, in Buxtehude stemmt sich ein alteingesessenes Kaufhaus gegen den Trend: mit innovativen Ideen, Fokussierung auf das Wesentliche und Begeisterung für die Kunden. Das Einzugsgebiet geht weit über Buxtehude hinaus, denn die Stadt ist ein zentraler Ort in einem zentralen Markt. Wir erklären das Konzept.