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Der Horst hat auch den Hammer

Do it yourself - Baumarkt

Den „Baumarkt der urbanen Zukunft“ gibt es schon in Hamburg, und er nennt sich schlicht und einfach Horst. Kundennähe und Fokussierung sind die Schlagworte. Das Konzept greift die Trends auf, die mit zunehmender Verstädterung sowie veränderten Lebens- und Konsumgewohnheiten einhergehen.

Horst in guter Gesellschaft

Einen guten Einblick in die Gründungsphase der urbanen Baumarktkette Horst bietet ein interessanter Handelsblatt-Artikel. Demnach ist Horst das Akronym für „Home Optimization, Restauration, Service and Transport“. Das beschreibt das konkrete Dienstleistungsangebot schon einmal sehr treffend: alles rund um die Verschönerung der eigenen vier Wände.

Besucht man die Website von Horst, spricht man dort kompakter vom Home Renovation Store, dem Do-It-Yourself-Laden um die Ecke. Ins Leben gerufen wurde er erst Ende Oktober 2018. Der erste Standort ist in Hamburg-Bahrenfeld zu finden, in einem Wohn- und Gewerbepark zwischen Altona und der belebten Autobahn A7, die nur wenig südlich aus dem Elbtunnel gekrochen kommt. In diesem relativ neuen Wohnquartier (einst gab es hier ein Gaswerk) befindet man sich in direkter Nachbarschaft zu anderen Frequenzbringern wie EDEKA, Aldi Nord, Budni (Drogeriekette), Bäckereien sowie der hippen Hotelmarke 25hours. Kulturangebote, Cafés, Ärztehäuser sowie Büroarbeitsplätze kommen hinzu.

Bereits 2014 hat hierzulande nur etwa 3,5 Kilometer südöstlich ein schwedischer Möbelgigant seinen ersten Innenstadt-Store in einer Fußgängerzone eröffnet, der City-IKEA Altona. Das Konzept ist ganz ähnlich, auf geringerer Verkaufsfläche und ein zumindest teilweise an das Wohnumfeld angepasste Sortiment werden neue Zielgruppen angesprochen, aber auch verstärkt kleinteiligere Produkte verkauft. So soll laut Wikipedia die Besucherfrequenz das Haus zu den Top 5-Standorten in Deutschland zählen, der Umsatz je Kunde jedoch unterdurchschnittlich sein.

Versorgung mit Bau- und Freizeitmärkten

In Hamburg ist die DIY-Wettbewerbsdichte natürlich schon hoch. Zieht man die mehr als 60 Bau- und Freizeitmärkte aus unserer Topshops-Datenbank heran (mit Marken wie Bauhaus, Hagebau oder OBI), und berechnet man z.B. auf einem 500 x 500 Meter-Raster die Versorgung durch diese in der Fläche (mit zunehmender Distanz zum Standort wird die Versorgung geringer), so ergibt sich in vielen Stadtbereichen eine gute Abdeckung, z.B. entlang der A7. Dort finden sich natürlich auch entsprechende Gewerbegebiete für die klassischen Baumarkt-Standorte.

Klicken Sie hier zum Öffnen der Karte (PDF)

Wettbewerb belebt bekanntlich das Geschäft, und spezielle Ladenkonzepte und Sortimente locken andere Zielgruppen an. Horst jedenfalls sucht bereits aktiv nach neuen Standorten, zunächst in anderen Quartieren von Hamburg. Für die weitere Expansion dürfte man vor allem Metropolen und größere Städte mit jüngerem Publikum und zumindest teilweise hippem Anstrich ins Visier nehmen. Warum nicht einfach mal die Städteliste mit Kaffebars von Balzac Coffee (ebenfalls aus Hamburg) durchstöbern, die ein Indikator sein könnten? Wenn dir das gefällt, könnte dir auch dies gefallen…

Mehr zum Thema Baumärkte (DIY) und E-Commerce finden Sie auch in einem anderen Blog. Mehr Informationen zu Topshops gibt es über unsere Datensuche.

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2019-02-28T14:17:04+00:0028/02/2019|Markt & Trends, Marktdaten, Standortplanung, Zielgruppen|