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Augenoptikkonzern sucht Online-Brillen

Augenoptik Brillenträger

Der Optikkonzern EssilorLuxottica hat ein Auge auf das deutsche E-Commerce Unternehmen Brille24 geworfen. Dabei geht es um den Ausbau der digitalen Vertriebsaktivitäten, auch auf dem umkämpften deutschen Markt. Doch der Onlineumsatz in diesem Segment ist noch überschaubar. Als hätten wir es gewusst, hat unsere aktuelle Karte des Monats das Thema Kaufkraft für Augenoptik im Fokus.

Ray Ban rund um die Uhr

Der Onlinehändler Brille24 kommt aus Oldenburg, nach eigenen Angaben die „größte Kleinstadt der Welt“. Es muss also nicht immer Berlin sein, um den E-Commerce zu leben. Denn weiter heisst es, dass im Rahmen der Expansion nie ein Umzug in eine Metropole erwogen wurde. Die Mentalität der Region sei Teil der Unternehmenskultur für die etwa 70 Mitarbeiter. North by Northwest, könnte man sagen, oder „Nordisch by Nature“. Das Unternehmen, gegründet 2007, ist seit 2008 Online und hat aktuell über 1 Million registrierte Kunden.

Jedenfalls ist man natürlich kundenorientiert und führt auch Markenbrillen wie Ray Ban oder Oakley im Sortiment. Und hier schließt sich dann der Kreis, denn diese Marken gehören dem italienischen Brillenkonzern Luxottica, der auch zahlreiche Lizenzmarken (u.a. Bulgari, Miu Miu, Versace) im Portfolio hat. Der weltgrößte Brillenhersteller fusionierte im Herbst 2018 mit dem französischen Augenoptikkonzern Essilor International, bekannt durch das Gleitsichtglas Varilux.

Wie das Handelsblatt berichtete, eröffnete Brille24 erst vor einigen Wochen ein neues Logistikzentrum in Leipzig, 15.000 Artikel können dort pro Tag in die Welt verschickt werden. Über Partneroptiker werden die Bedürfnisse nach Vor-Ort-Beratung und Sehtests in richtigen Geschäften befriedigt. Marktführer für Online-Brillen in Deutschland ist Mister Spex aus Berlin-Prenzlauer Berg, der bereits seit 2016 mit firmeneigenen Läden im stationären Handel vertreten ist, u.a. auch in Städten wie Bremen oder Münster, aber auch mit mehr als 500 Partneroptikern zusammenarbeitet. Dennoch, der Onlinehandel mit Sehhilfen kam 2017 auf einen Umsatzanteil von nur 4,3%, da ist noch Luft nach oben.

Kaufkraft für Augenoptik

Zum Thema passt unsere Karte des Monats für den Februar ausgezeichnet: In welchen Gemeinden ist die Kaufkraft für augenoptische Erzeugnisse höher oder niedriger, bezogen auf den Bundesdurchschnitt? Immerhin über 6 Milliarden geben die Deutschen pro Jahr dafür aus, rein rechnerisch 79 Euro pro Einwohner. Zusammengefasst wird am meisten in Städten wie München, Düsseldorf oder Stuttgart für Brillen, Kontaktlinsen und dergleichen ausgegeben. Unterdurchschnittlich sind die Ausgaben dagegen in Berlin und Leipzig sowie allgemein in Bundesländern wie Rheinland-Pfalz oder Mecklenburg-Vorpommern.

Alle Details hierzu finden Sie in unsere Pressemitteilung. Mehr zum Thema produktspezifische Kaufkraft finden Sie auch in einem anderen Blog sowie über unsere Datensuche.

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