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Gebietsplanung DPD2019-08-28T10:00:05+01:00

Der Case

Effiziente Paketzustellung mit vielseitiger Wirkung

Bei DPD Deutschland erfolgte die Planung der Paketzustellung bislang auf Basis der vorgegebenen Postleitzahlensysteme. Die systemrelevanten Strukturmerkmale wurden aufgrund von Inhomogenität, Fragmentierung und Größenordnung allerdings immer mehr zu Hemmnissen für eine effiziente Steuerung, wirtschaftliche Routenplanung und Vorsortierung im Nahverkehr des Paketdienstes. Angesichts eines täglichen Transportvolumens von rund 1,5 Millionen Paketen galt es nicht nur die wirtschaftlichen und organisatorischen Erwägungen zu bedenken. Auch die Verkehrsbelastung der Innenstädte und Gemeinden und der transportbedingte Ausstoß von CO2 widersprachen dem erklärten Willen des Unternehmens, die Lebensqualität in Städten und Gemeinden zu stärken und zu einer gesünderen Umwelt  beizutragen. Eine Customized Lösung für Effizienz und Wirkungsbreite sollte zu einer optimierten Logistik führen.

Die Herausforderung

Ein Gebietsplanungstool als Bestandteil der Paketlogistik

Paketdienste verbinden den Einzelhandel und die Privathaushalte mit den modernen E-Commerce-Lösungen. Auch die von DPD belieferten Empfänger erwarten ein Höchstmaß an Service und  Flexibilität. Eine optimierte und entlastende Lieferlogistik des innerstädtischen Verkehrsaufkommens war das Gebot der Stunde.

Eine neue strategische Steuerungsgröße sollte den Lieferverkehr und die Stopps neu organisieren und zukunftsorientiert gestalten. Es galt ein grafisches Gebietsplanungstool zu entwickeln, das sich als integraler Bestandteil der Paketlogistik der vorhandenen IT-Landschaft des Unternehmens unproblematisch anpassen würde. Gebiets- und Tourenplanungen sollten mit Hilfe eines kundenspezifischen Geoinformationssystem (GIS) methodisch neu definiert und implementiert werden.

Mit neu zu entwickelnden Funktionen sollten die herkömmlichen Postleitzahlen zu „DPD Paketleitzahlen“ umgestellt, Touren produktiver gesteuert, Tourendaten als PDF darstellbar und die Eingangsdaten eines gesamten Depots skalierbar gemacht werden.

Die Ansprüche an die Funktionalität waren hoch: Aussagekraft, intuitives, benutzerfreundliches Design, Rund-um-die-Uhr-Verfügbarkeit, Austauschbarkeit der Datengrundlage und Koppelung des Tools mit bestehenden DPD Systemen wie z.B. dem TourManager, AdressHub u.a. Ebenso wichtig waren Skalierbarkeit und Übertragbarkeit, Anwendbarkeit auf weitere Depots und ein ubiquitärer Toolcharakter.

dpd-logo

DPD rangiert mit einem Aufkommen von jährlich 350 Millionen zugestellten Lieferungen auf Platz 2 der Paketzusteller in Deutschland. Mit innovativen Technologien sowie einer konsequenten Orientierung an den Bedürfnissen und Lebensumständen aller Kunden und Empfänger bietet DPD einen einfachen, bequemen und flexiblen Service beim B2B- und B2C-Paketversand. Ein Beispiel dafür ist der branchenweit einzigartige Service Predict mit einem kartengestützten Live-Tracking, vielfältigen Optionen zur Umleitung eines Pakets und einer auf eine Stunde genauen Zustellprognose.

In 78 Depots allein in Deutschland sind täglich 8000 Mitarbeiter und 10.000 Zusteller im Einsatz. Dabei bedient DPD zu zwei Dritteln gewerbliche, zu einem Drittel private Empfänger. DPD Deutschland gehört zur internationalen DPDgroup, Europas zweitgrößtem Paketdienst-Netzwerk. Die Muttergesellschaft GeoPost ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der französischen Groupe La Poste. GeoPost verzeichnete im Jahr 2016 einen konsolidierten Jahresumsatz von 6,2 Milliarden Euro.

DPD Referenz Nexiga
Nexiga - Webbasierte Logistiklösung für dpd

Die Umsetzung

Feinjustierung der Postleitzahlen­gebiete in kleinere Areale

Auf der Basis des LOCAL® Marktanalyst online* entwickelte Nexiga in Zusammenarbeit mit den zuständigen Verantwortlichen bei DPD  bereits 2013 ein erstes Gebietsplanungstool. Im Laufe des weiteren Reifungsprozesses durchlief das Tool mehrere Entwicklungsstufen: So wurde eine neue Steuerungsgröße für den Paket-Nahverkehr definiert und ein grafisches Gebietsplanungstool auf Java-Script-Technologie etabliert. Der neue DPD TourEditor konnte so erfolgreich in die operativen Systeme integriert werden.

Das bisher grobkörnige Postleitzahlenraster wurde zugunsten einer Feinjustierung aufgebrochen. Eine Neuordnung der bisherigen Postleitzahlengebiete in kleinere Areale innerhalb der bestehenden Außengrenzen sollte die Steuerung der DPD Touren effektiver und effizienter gestalten.

Auf der Basis der vorhandenen Postleitzahlensysteme von Deutschland, Österreich, Schweiz, Belgien und Luxemburg wurden mit Hilfe eines Algorithmus neue Liefergebiete benannt und mittels IDs sprich DPD Paketleitzahlen identifizierbar gemacht.

DPD lieferte Empfängerdaten und Tabellen, die es ermöglichten, die Postleitzahlen dem jeweiligen Depot bzw. die Touren den jeweiligen Systempartnern zuzuordnen. Nexiga brachte seine Expertise für die Entwicklung einer hochperformanten Customized-Web-GIS-Lösung auf Basis des LOCAL® Marktanalyst online* ein. Dazu gehörten die Geocodierung der Unternehmensdaten, das Kartenmaterial und die Berechnung der kleinsten Gebietseinheiten (Bricks) sowie das Hosting der Applikation und die Erstlösung der DPD PLZ, die auf einem automatisierten Algorithmus basiert.

Das Ergebnis

Optimale Tourenplanung durch effizienteres DPD System

Die Vorgaben des Unternehmens zeigen klare Resultate:
  • Deutlich effizienteres und intuitiveres Gebietsplanungstool

  • neue Steuerungsgrößen und „DPD Paketleitzahlen

  • Reduziertes Paketverkehrsaufkommen

  • Minderung der CO2-Belastung der Städte und Bürger

Seit der Einführung des DPD TourEditors in den Depots wird es auf der Grundlage der „DPD Paketleitzahlen“ von etwa 30 operativ Verantwortlichen in 15 Depots benutzt. Man erwartet, dass in Spitzenzeiten etwa 100 Benutzer gleichzeitig auf das Tool zugreifen, um ihre Tourenplanung und Stopps optimal zu handeln. Das System soll durch neue Funktionen und die Optimierung bestehender Features in absehbarer Zeit für die Anwendung von 400 bis 500 gleichzeitigen Nutzern erweitert werden.

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